Rezension: Enneleyn und der Nordmann

Autorin: Anke Bergmann

Verlag:Self Publishing

Genre: Historischer Liebesroman

Seitenzahl: 248

Das Cover passt einfach unglaublich gut zur Hintergrundgeschichte des Buches. Es zeigt den Brustbereich eines Nordmannes in seiner traditionellen Kleidung. Die Farben sind einheitlich und stimmig in Braun- und Silbertöne gehalten. Ein echter Blickfang.

Enneleyn ist eine junge Frau, die zu Zeiten der Wikinger in einem kleinen Dorf lebt und von ihrer Mutter das Handwerk des Heilers erlernt hat. Sie lebt ein beschauliches Leben, bis eines Tages ihr Dorf durch die Dänen überfallen wird. Kaum jemand überlebt diesen Angriff. Nur Enneleyn konnte sich im Wald verstecken und gelangt nach mehreren Wochen in ein benachbartes Dorf, wo sie einem der Krieger zur Frau gegeben werden soll, da sie nicht unverheiratet bleiben soll. Doch obwohl Björ ein stattlicher Krieger ist, kann sie sich nicht für ihn erwärmen.

Zudem ist nicht alles friedvoll im Dorf und so ist Enneleyn über die Behandlung eines Sklaven erschüttert.

Für sie gibt es nur eine Entscheidung, gesponnen durch die Nornen, die Schicksalsgöttinnen, versucht sie ihm zu helfen.

Die Autorin hat eine Welt geschaffen, in der die Nordmänner auferstehen. Die Beschreibungen der Umgebung wie das Dorfleben wirken in sich stimmig. Die Autorin hat sich Zeit für ihre Recherche genommen und verteilt in kleinen Häppchen Informationen zu den nordischen Göttern, den Sitten und Bräuchen, Namensgebung und Handlungsorten.

An sich gibt das ein schönes Bild der Historie, jedoch hätten genau diese Information gezielter mit der Sprache verwoben werden müssen, die manches Mal platt in ihrer Erzählweise wirkt. Insbesondere die Dialoge sind meines Erachtens des öfteren zu modern. Gelegentlich wirkt die Protagonistin zu naiv und unbedarft. Allerdings lässt sich durch die lockere Schreibweise der Roman fix weg lesen. Jedoch hätte ich mir viel mehr Aufklärung zu den Hintergründen gewünscht. Man erfährt nicht was mit Enneleyns Eltern passiert. Es gibt nur Vermutungen oder warum es zu diesem Angriff kam.

Man sollte sich daher im Klaren sein, das es sich hierbei um einen erotischen Liebesroman im historischen Gewand handelt. Denn auf den erotischen Handlungen legt die Autorin ihren Schwerpunkt.

Aber da die Hintergründe schön gehalten sind, lässt sich über die Sprache durchaus hinweg sehen, da Ennerleyn eine sympathische Art hat. Bis zum Schlussmoment. Ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern, aber jeder der Liebesromane liebt, wird das Ende nicht wirklich glücklich zurücklassen, obwohl die Protagonisten zusammenfinden.

Dieses Buch ist für jeden etwas, der erotische Liebesromane mag und sich an einem historischen Umfeld erfreut. Zu bedenken ist nur das der Schwerpunkt auf den erotischen Handlungen liegt und nicht auf der eigentlichen Liebesgeschichte. Ein leicht zu lesender Roman für zwischendurch.

 

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