Rezension : Wolf des Südens – Die Treppen der Ewigkeit

Autorin : Isa Day

Genre : Epic Fantasy, Romantasy, New Adult

Seiten : 300

Verlag : Pongü

Das Cover ist bewusst in recht kühlen Tönen gehalten, die ins Setting der Geschichte passen und einen kleinen Einblick auf verschneite Ebenen zulässt. Es beinhaltet die wichtigsten Elemente des Bandes. Der Wolf des Südens, mit seinen charakteristischen bernsteinfarbenen Augen und im Hintergrund die Treppen der Ewigkeit.

Das Cover passt zum Inhalt und wirkt in seiner Kühle ruhig und schön und doch stört mich etwas an dem Cover, das es eine Gestaltwandler-Geschichte suggeriert. Jedoch muss man sich nur den Klappentext durchlesen um zu wissen, das dem nicht so ist.

Da in der Beschreibung von einer Reihe die Rede ist, kann ich aber all jene beruhigen, die lieber Einzelbände lesen. Die Treppen der Ewigkeit sind in diesem Zusammenhang das in der Reihe übergreifende Element, das auch die weiteren Bände begleiten wird und das unseren Protagonisten, den Auftragsmörder Emilio vor die Herausforderung seines Lebens stellt. Die Treppen sind seine Bestrafung und gleichzeitig seine einzige und letzte Chance.

Die Treppen der Ewigkeit versetzen all jene, die sie beschreiten können, zurück in eine andere ihm vorbestimmte Zeit.

Und somit muss Emilio, die Treppen überwinden und sich in der für ihn bestimmten Zeit zurechtfinden. Nur trifft es Emilio besonders hart, da die Treppen ihn in eine vorzeitliche Zeit leiten, in der seine Fähigkeit gebraucht werden. Nur, die Hüter der Treppen wissen um Emilios können, die junge und jähzornige Königin Morayn jedoch nicht. Und Emilio ist bei weitem nicht das was sie sich für sich und ihr Volk wünscht. Emilio, der sonst ein Meister der Tarnung war und der großen Respekt unter seines gleichen genoss, muss nun mit massiven Vorurteilen kämpfen und stetig fürchten, dass das was er Morayn bieten kann, niemals genug sein kann. An dieser Stelle sei noch einmal gesagt, dass die Liebesgeschichte der beiden ein zaghaftes annähern gleichkommt, wirklich sehr schön. Zeitgleich wird es im Verlauf der Geschichte aber auch stürmisch zwischen den Temperamentbolzen. Auf jeden Fall etwas für jeden New adult-Liebhaber.

Die Geschichte an sich besitzt einen faszinierenden Plott, doch um nicht weiter zu spoilern, breche ich meine Erzählung nun an dieser Stelle einmal ab. Nur so viel, die Autorin versteht sich darin ihre Welt aufzubauen und besonders Emilio fand ich dabei hoch interessant. Leider hätte ich ihn gerne bereits etwas früher kennen gelernt. Ich hätte es schön gefunden, wenn Emilio bereits eine Sequenz früher erschienen wäre und wir Emilio bei seiner „Arbeit“ hätten beobachten können, um seine spätere Wandlung besser nachvollziehen zu können. Denn schließlich ist diese Wandlung das, was die Treppen und seine Hüter von Emilio erwarten. Und ich hätte mir in diesem raffinierten Weltenaufbau noch gewünscht, das die Kontraste der Vorzeit wesentlich mehr zum Tragen gekommen wären, im Verhältnis zu Emilios Zeit und dabei meine ich nicht die körperlichen Merkmale des nordischen Volkes, sondern viel eher die Kontraste der Zeit an sich.

Ah, und eines sei noch zu erwähnen, denn da es mit den Treppen der Ewigkeit einen übergeordneten Handlungsstrang gibt, finden wir in diesem Reihenauftakt nicht nur einen sondern direkt zwei Antagonisten. Wobei ich sehr gespannt bin, dem „Meister“ einmal zu begegnen. Obwohl er noch nicht aktiv wird, erhalten wir über ihn ein sehr deutliches Bild. Er ist ein Spieler, ein Macher, ein Lenker der Geschicke.

Der Bösewicht dieser Geschichte bleibt leider bis zum Schluss sehr blass. Er hat kein Gesicht und keine Stimme. Er ist eben der Böse. Das fand ich etwas schade.

Spannende, romantische, erotische Fantasy- Geschichte mit einem tollen Protagonisten, der in einer Welt voller Vorurteile bestehen muss und einer in sich abgeschlossenen Handlung. Absolut lesenswert!

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